Die Sieger*innengruppe des "Dorfbäddels 2.0" aus Euerfeld

KLJB Würzburg

KLJB Dorfbäddel 2.0

Die KLJB steht für die Entwicklung und Gestaltung des ländlichen Raumes. Sie will Jugendliche dazu ermutigen, sich in Gemeinde und Kirche einzubringen und so für sich und andere den Lebensraum Land zu
gestalten. Diese Ziele sollen auch im Rahmen des „Dorfbäddels“, eine Abwandlung von Dorf-Battle, erfüllt werden. Mit den verschiedenen Aufgaben möchte die KLJB für die Ortsgruppen auf dem Land eine attraktive
Aktion anbieten, an der jeder teilnehmen kann, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Religion. Besonders wichtig ist uns, dass auch alle Nicht-KLJBler*innen des Dorfes miteinbezogen werden können.
So besteht zum einen die Möglichkeit neue Mitglieder zu akquirieren, als auch im Ort und in der Öffentlichkeit zu zeigen für welche Werte die KLJB steht und was Jugendverbandsarbeit leisten kann.
Ein weitere Punkt ist die Gestaltung des öffentlichen Raumes, durch einen Teil der Aufgaben soll etwas am eigenen Ort verändert werden, damit sollen die Jugendlichen sehen, dass auch sie in der Lage sind etwas
an den Gegebenheiten zu verändern, vor allem wenn sie selbst aktiv werden. Im Laufe des Tages versuchen die Ortsgruppen in ihren Heimatgemeinden so viele Aufgaben so gut wie
möglich zu lösen. Mit dem Lösen der Aufgaben sammeln die Ortsgruppen Punkte, mit denen sie am Abend Preise gewinnen können. Die Aufgaben, die sie lösen sollen sind vielfältig und greifen sowohl gesellschaftspolitische Themen, Umweltfragen als auch Themen aus dem Lebensalltag der Kinder und Jugendlichen auf. Spielerische Elemente sind ebenso dabei wie religiöse Themen. Mit einigen Aktionen soll sichtbar werden, dass die
KLJB im Ort eine wichtige Anlaufstelle für Jugendliche ist.

Partizipation
Die Arbeitsgruppe Q-Dorf der KLJB Würzburg besteht aus ehrenamtlichen Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Diese Gruppe erstellte ein Konzept um Jugendliche vor Ort in den Ortsgruppen zu
erreichen und Interesse und persönliche Kontakte herzustellen. Hierbei entstand die Idee niederschwellige Angebote anzubieten und so die Bindung an die Diözesanebene langsam entstehen zu lassen. Das erste
Dorfbäddel fand im vergangenen Jahr anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der KLJB statt, aufgrund der positiven Rückmeldung gab es in diesem Jahr eine Neuauflage. Diese sollte möglichst niederschwellig gehalten werden und es wurde versucht so viele Ortsgruppen wie möglich zum Mitmachen zu motivieren. Die Aufgaben vor Ort wurden von den teilnehmenden Gruppen eigenständig gelöst und vor allem die
teilnehmenden Kinder und Jugendlichen durften selbst entscheiden, wie sie die Aufgaben lösen wollten.

Was war gut? Was war schlecht?
Der Organisationsaufwand am Tag selbst war recht gering, da die Gruppen nur am Morgen ihre Aufgaben überreicht bekamen und von da an selbstständig gearbeitet haben.
Die Aufgaben kamen bei den Gruppen und den Dörfern sehr gut an, da für jede Altersgruppe eine passende Aufgabe dabei war. Wir haben im Vergleich zum Vorjahr den Aufwand am Abend geringer gehalten. Es gab kein großes Abendprogramm, sondern nur die entscheidenden Gruppenspiele. Außerdem gab es auch keinen Shuttlebus, der die Teilnehmer*innen in ihren Orten abholte.
Unser einziger Negativpunkt war, dass nicht alle teilnehmenden Gruppen zur Preisverleihung am Abend kommen konnten.

Was werdet Ihr in Zukunft anders machen?
Wir sind am Überlegen, ob das Konzept in gleicher Form im nächsten Jahr noch Sinn macht, oder ob die Originalität verloren geht. Zu Überlegen wäre auch, ob das Dorfbäddel in Zukunft im 2-Jahres-Rythmus
stattfindet.

Was waren die ursprüngliche Ziele und Prioritäten?
Die Gruppenarbeit vor Ort sollte mit einem konkreten Angebot unterstützt werden um neue Idee zu liefern, die Arbeit der KLJB-Diözesanebene erfahrbar zu machen, die KLJB-Themen auf spielerische Art zu
vermitteln und den Menschen in den Orten zu vermitteln was Jugendliche und die KLJB leisten können. Das „KLJB-Feeling“ sollte durch gemeinsame Aktionen gestärkt werden. Außerdem sollten die Kinder und
Jugendlichen sich kritisch und kreativ mit ländlicher Entwicklung, dem Leben in ihrem Heimatort und der internationalen Situation auseinandersetzen. Die Motivation für die eigene Gruppenarbeit sollte gestärkt und GruppenleiterInnen unterstützt werden Der Kontakt zwischen den Ortsgruppen und der „Servicestelle KLJB-Büro“ sollte erhalten und intensiviert werden.

Wie gut wurden die angestrebten Ziele erreicht?
Die angestrebten Ziele wurden weitestgehend erreicht. Nur der Wunsch 10 Ortsgruppen zum Mitmachen zu motivieren, ging leider nicht in Erfüllung. Das gesetzte Ziel von 100 Teilnehmenden wurde erreicht.Wie bereits im Vorjahr schafften es die Gruppen alle 10 Aufgaben zu erfüllen, obwohl der Zeitrahmen begrenzt war. Die Rückmeldung der Gruppen fiel durchwegs positiv aus und sie meldeten auch zurück, dass die Unterstützer aus den Orten auch begeistert von dem Angebot waren. Die AG Q-Dorf ist der Meinung, dass die Zielsetzung erreicht wurde, die Kinder und Jugendlichen haben gesehen wie stark der Zusammenhalt im Dorf sein kann und was sie bereits in ihrem Alter alles bewirken können. Besonders positive Rückmeldung kam aus der Ortsgruppe Euerfeld, die im Vorjahr aufgrund eines Brandes im Ort nach einer Stunde aus dem Dorfbäddel ausscheiden musste. Sie waren dieses Jahr besonders motiviert und das Dorfbäddel habe dem Ort neuen Zusammenhalt und Motivation gegeben weitere Projekte in der Dorfgemeinschaft zu stemmen.

Welche Empfehlungen könnt Ihr für künftige(ähnliche)Projekte geben?
Der Besuch am Morgen mit einer persönlichen Übergabe der Aufgaben wurde sehr positiv, wertschätzend aufgenommen. Das würden wir auf jeden Fall wieder genauso machen. Der Grundgedanke, dass die
Gruppen selbstständig ihre Aufgaben bearbeiten hat sich bewährt und wir werden es bei ähnlichen Aktionen wieder genauso machen.

Wie werden die Ergebnisse des Projektes nach Abschluss für andere Interessierte zugänglich gemacht?
Unser nächster Knotenpunkt (unsere Verbandszeitschrift) wird sich intensiv mit dem Projekt beschäftigen.

Wie wurden die Maßnahme/das Projekt öffentlichkeitswirksam dargestellt?
Am Tag selbst und zuvor wurden viele Instagram- und Facebookbeiträge von uns und den teilnehmenden Gruppen gepostet. In mehreren regionalen Zeitungen wurde vorab über das Dorfbäddel berichtet. Im
Nachgang gab es in mehreren Zeitungen Berichte über unsere Veranstaltung. Sowie einen Fernsehbeitrag im Bistumsfernsehen.

Wie wurde auf die Förderung durch die Stiftung Junges Land hingewiesen?
Am Abend wurde durch den Diözesanvorstand auf die Förderung hingewiesen.